Woche der Meinungsfreiheit 2022
„Wenn das der Führer sähe…“ Ein Deutsch-Schlesisches Kriegsdrama; Von Jacqueline Roussety
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„Wenn das der Führer sähe…“ Ein Deutsch-Schlesisches Kriegsdrama; Von Jacqueline Roussety

 

 

 

Die Lebensläufe von Walter Gröger (1922–1945) und Dr. Hans Karl Filbinger (1913–2007) konnten nicht unterschiedlicher sein. Ihrer beider Begegnung im März 1945 zog für den einen eine „politische Affäre“ (Filbinger Skandal in den 70er Jahren) nach sich, für den anderen bedeutete sie den frühen, aus heutiger Sicht ungerechten Tod.“
Walter Gröger wurde von Filbinger noch kurz vor Kriegsende zum Tode verurteilt. Der Dramatiker Rolf Hochhuth hatte diese Geschichte in den Siebzigern aufgedeckt. Daraufhin musste Filbinger zurücktreten.

Am 27. Juni dieses Jahres wäre Walter Gröger hundert Jahre alt geworden. Er durfte aber nur 22 Jahre alt werden. Warum? Wer war dieser junge Mann, der eine Vergangenheit hatte, aber keine Zukunft bekam. Diesen Fragen geht die Autorin Dr. Jacqueline Roussety in dieser Online-Lesung am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, auf den Grund. Die Lesung wird auf der Seite der "Woche der Meinungsfreiheit" online zu finden sein. 
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Zum Buch: Dr. Jacqueline Roussety beschreibt in ihrem wissenschaftlich-literarischen Doku-Roman „Wenn das der Führer sähe...“ in schonungsloser Offenheit, welche Auswirkungen der Faschismus auf Familienstrukturen bis heute hat.

Vor rund zehn Jahren begegneten sich die beiden Frauen zum ersten Mal: Johanna Gröger aus Schlesien und Jacqueline Roussety aus Berlin. Aus einer Begegnung wurden unzählige Gespräche – über viele Monate hinweg. Johanna Gröger faszinierte – und das auf eigenartige Weise. Mit ihren 84 Jahren – sie war Jahrgang 1928 – wollte und musste sie unermüdlich dem „national neu erwachten Deutschland“ die Geschichte vom ungerechten Tod ihres Bruders erzählen. Eben diese persönliche Geschichte hatte Dr.  Jacqueline Roussety berührt. Es erfüllte sie mit Respekt, „wie diese alte Frau um die Würde ihres Bruders kämpfte, der, wie sich im Nachhinein herausstellte, in diesem apokalyptischen Krieg einen sinnlosen Tod sterben musste.
Ein Schicksal, das viele andere Soldaten, aber auch Männer in Zivil, Frauen und Kinder erlitten.“ Walter Gröger: ein Schicksal so beispielhaft Walter Gröger wurde 1945 im März hingerichtet – so viel stand fest. Auch, das für seinen Tod Dr. Hans Karl Filbinger maßgeblich verantwortlich war. Aber warum? Wer war dieser Walter Gröger, der nur 22 Jahre alt wurde, der eine Vergangenheit hatte, aber keine Zukunft bekam. Das Bild von Walter Gröger lässt Dr. Roussety nicht mehr los. Seite um Seite trug Dr. Roussety Recherchen zusammen, zehn Jahre lang sammelte sie Hunderte von Kopien, Zeitungsausschnitten und Interviews.
„Walter – er stand für mich auch stellvertretend für insgesamt 30 000 wegen Desertion verurteilten Wehrmachtsoldaten; davon etwa 20 000 Urteile vollstreckt, verhängt von deutschen Richtern gegen junge Männer, die sich, sicherlich in einer hoffnungslosen Lage, gegen diesen aussichtslosen Krieg entschieden hatten. ... Demgegenüber stand ein Mann, der 93 Jahre alt werden durfte, immer gut gelebt hat, immer genügend Geld besaß, ohne Unterbrechung in der Politik tätig war – selbst nachdem er hatte zurücktreten müssen. ...

 

8. Mai 2022 - 10. Juni 202218:00-19:00 online acabus verlag +49 40 655 99 20 kontakt@bedey-media.de Veranstalter-Website anzeigen Kostenlos Online

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