Woche der Meinungsfreiheit 2022
Sprache. Macht. Politik. – Literatur in Zeiten des Krieges; Ein Gespräch mit Dmitrij Kapitelman und Kateryna Mishchenko, Moderation Jens Bisky
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Sprache. Macht. Politik. – Literatur in Zeiten des Krieges; Ein Gespräch mit Dmitrij Kapitelman und Kateryna Mishchenko, Moderation Jens Bisky

Zur „Woche der Meinungsfreiheit“ (3.– 10. Mai 2022) veranstalten die Frankfurter Buchmesse und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Diskussionsrunde „Sprache. Macht. Politik. Literatur in Zeiten des Krieges“ mit den aus der Ukraine stammenden Autor*innen Marina Weisband und Dmitrij Kapitelman sowie der ukrainischen Verlegerin Kateryna Mishchenko. Die Moderation übernimmt Jens Bisky.
In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur, Hanser Berlin und dem S. Fischer Verlag.
Das Gespräch ist ab Samstag, 7. Mai 2022 auf woche-der-meinungsfreiheit.de, buchmesse.de und deutschlandfunkkultur.de abrufbar.

Der völkerrechtswidrige Einmarsch der russischen Föderation in das souveräne Nachbarland am 24. Februar 2022 markiert einen beispiellosen Vorgang in der jüngsten europäischen Geschichte. Er droht die Ukraine als Staat zu vernichten und erschüttert die globale Sicherheitsordnung.

Inmitten von Kriegsrhetorik, Desinformation und Propaganda scheint Sprache ihre Wirkmacht zu verlieren. An der Front sind Worte unhörbar. Munitioniert wird der Krieg aber auch durch den Missbrauch der Sprache: Durchhalteparolen zur Einschüchterung, zur Aufstachelung und zum Machterhalt. Wie beobachten Schriftsteller*innen und Publizist*innen das Kriegsgeschehen? Welche Art von Sprache braucht es jetzt zur Verständigung? Lassen sich die hier entstehenden Risse überhaupt schließen? Die aus der Ukraine stammenden Autor*innen Marina Weisband, Dmitrij Kapitelman und die ukrainische Verlegerin Kateryna Mishchenko diskutieren hierzu im Gespräch mit dem Journalisten und Autor Jens Bisky.

Die Aufzeichnung des Gesprächs ist online abrufbar ab Samstag, 7. Mai 2022
Auf https://deutschlandfunkkultur.de/literatur-krieg-meinungsfreiheit-ukraine-sprache-macht-100.html, auf der Website www.woche-der-meinungsfreiheit.de und unter www.buchmesse.de/news.

Mit dieser Veranstaltung möchten die Frankfurter Buchmesse und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels auch auf die Ukraine-Hilfe der deutschen Buchbranche aufmerksam machen:
Die Spendenaktion der Börsenvereinsgruppe und des ukrainischen Verlegerverbandes unterstützt Autor*innen, Verleger*innen und Buchhändler*innen in Not. Spenden können Sie per Überweisung an die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
Stichwort: Ukraine, IBAN: DE13 5085 1952 0000 1249 17, BIC: HELADEF1ERB
Oder per PayPal an ukraine-toloka@boev.de oder über die PayPal Webseite
Mehr Informationen: https://www.boersenverein.de/politik-positionen/frieden-fuer-die-ukraine/

Marina Weisband, geboren 1987 in der Ukraine, ist Diplompsychologin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. Von 2011 bis 2012 war sie politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland. Heute engagiert sie sich bei den Grünen in den Themenbereichen Digitalisierung und Bildung. Seit 2014 leitet sie bei politik-digital e.V. das Projekt aula - ein Konzept zur politischen Bildung und liquid-demokratischen Beteiligung von Jugendlichen an den Regeln und Angelegenheiten ihrer Schulen und außerschulischen Organisationen. Ihr aktuelles Buch, Frag uns doch – Eine Jüdin und ein Jude erzählen aus ihrem Leben (zusammen mit Eliyah Havemann) ist im S. Fischer Verlag erschienen.

Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kiew geboren, kam im Alter von acht Jahren als »Kontingentflüchtling« mit seiner Familie nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als freier Journalist. 2016 erschien sein erstes, erfolgreiches Buch Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters (Hanser Berlin), für das er den Klaus-Michael Kühne-Preis gewann. Sein zweites Buch Eine Formalie in Kiew (Hanser Berlin, 2021) wurde mit dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet.“

Kateryna Mishchenko ist Autorin, Kuratorin und Mitbegründerin des ukrainischen unabhängigen Verlags Medusa. Sie lehrte Literatur an der Nationalen Linguistischen Universität Kiew und arbeitete als Übersetzerin. Ihre Essays wurden in ukrainischen und internationalen Anthologien und Zeitschriften sowie im Buch Ukrainische Nacht (Spector Books, 2015) veröffentlicht. Kateryna Mishchenko lebt und arbeitet in Kiew, Ukraine. Zurzeit ist sie Gast des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

Jens Bisky, geboren 1966 in Leipzig, studierte Kulturwissenschaften und Germanistik in Berlin. Er war von 2001 bis 2020 Feuilletonredakteur der „Süddeutschen Zeitung“. Seit dem 1. Januar 2021 leitet Jens Bisky die Redaktion von Mittelweg 36 und Soziopolis, die beim Hamburger Institut für Sozialforschung erscheinen. Zudem ist er Autor mehrerer vielbeachteter Bücher, darunter Geboren am 13. August (Rowohlt, 2004), Kleist. Eine Biographie (Rowohlt, 2007) und Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit (Rowohlt, 2011). 2017 wurde Bisky von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet.

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