Woche der Meinungsfreiheit 2022
Frankfurt liest ein Buch: Irmgard Keun, ihr Roman und die 30er Jahre in Frankfurt
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Frankfurt liest ein Buch: Irmgard Keun, ihr Roman und die 30er Jahre in Frankfurt

Die Veranstaltungsreihe "Frankfurt liest ein Buch" ermöglicht es jedes Jahr interessierten Bürgerinnen und Bürgern sich intensiv mit einem einzigen Buch zu beschäftigen. In diesem Jahr widmet sich das Lesefest dem Roman "Nach Mitternacht" von Irmgard Keun, der als einer der wichtigsten Beiträge zur Exilliteratur gilt und zu den bedeutendsten Romanen des letzten Jahrhunderts zählt. 1936 ging Irmgard Keun ins Exil, wo auch "Nach Mitternacht“ entstand. Bereits drei Jahre vorher waren ihre anderen Werke beschlagnahmt und verboten worden. Sie kam mit gefälschten Papieren 1940 nach Deutschland zurück und versuchte nach dem Krieg an ihre früheren Erfolge anknüpfen, was ihr jedoch erst Jahrzehnte später gelang.

In "Nach Mitternacht" erzählt die Autorin von der 19-jährigen Susanne, die im Jahre 1936 auf dem Opernplatz in Frankfurt steht und ungeduldig auf ihren Verlobten wartet. Als dieser auftaucht und ihr sagt, dass er fliehen muss, da er an die Gestapo verraten wurde, muss Susanne sich entscheiden: Geht sie mit oder bleibt sie ihrer Heimat treu. Die Autorin begleitet ihre Protagonistin 48 Stunden in ihrem Leben im nationalsozialistischen Deutschland und schildert wie Susanne die Zeit, die Menschen und die Orte erlebte.

Christian Setzepfandt widmet den Abend dem Leben und Wirken von Irmgard Keun. Untermalt von Lichtbildern und anhand von Textpassagen aus ihrem Roman "Nach Mitternacht“ lässt der Historiker und Stadtführer das Frankfurt der 1930er Jahre wieder auferstehen.

14. Mai 2022 - 14. Juni 202218:30-20:00 Evangelische Akademie Frankfurt/MainGoogle Karte anzeigen 069 17415260 Veranstaltungsort-Website anzeigen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Kostenlos

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